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Elektro- oder Diesel-Mopedauto: Welche Kosten entstehen beim Kauf und im Alltag?

Was kostet ein Mopedauto? Die Preise unterscheiden sich je nachdem, ob es sich um ein Modell mit Verbrennungsmotor – etwa Benzin oder Diesel – oder um ein Elektrofahrzeug handelt. Der Antrieb ist jedoch nicht das einzige Kriterium.

Neben dem Anschaffungspreis sollten auch die laufenden Kosten genau betrachtet werden. Erst Energieverbrauch, Wartung, Versicherung und weitere Nutzungskosten zeigen, wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten eines elektrischen Mopedautos ausfallen.

Entdecken Sie unseren Kostenvergleich zwischen elektrischen Mopedautos und Modellen mit Verbrennungsmotor.

Anschaffungskosten: Diese Faktoren beeinflussen den Preis eines Mopedautos

Neues oder gebrauchtes Mopedauto?

Ein gebrauchtes Mopedauto ist in der Regel günstiger als ein Neufahrzeug. Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt sind Modelle mit Verbrennungsmotor derzeit stärker vertreten, da elektrische Mopedautos erst seit vergleichsweise kurzer Zeit in größerer Auswahl angeboten werden.

Der tatsächliche Preis hängt insbesondere von Modell, Alter, Kilometerstand, Batteriezustand, Ausstattung und Wartungshistorie ab. Elektro-Mopedautos sind auf dem Gebrauchtmarkt häufig noch teurer, weil das Angebot jünger und begrenzter ist.

Leichtes oder schweres vierrädriges Kraftfahrzeug?

Grundsätzlich wird zwischen zwei Fahrzeugklassen unterschieden:

  • Leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L6e sind üblicherweise zweisitzig und auf 45 km/h begrenzt.
  • Schwere vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L7e bieten eine höhere Leistung und können je nach Modell beispielsweise bis zu 75 km/h erreichen.

In Deutschland dürfen L6e-Fahrzeuge ab 15 Jahren mit der Fahrerlaubnisklasse AM gefahren werden. Für ein L7e-Fahrzeug ist grundsätzlich mindestens die Fahrerlaubnisklasse B1 erforderlich, die ab 16 Jahren erworben werden kann.

Aufgrund ihrer höheren Leistung und technischen Auslegung sind L7e-Fahrzeuge in der Regel teurer als leichte, auf 45 km/h begrenzte Mopedautos. Der genaue Preisunterschied hängt vom jeweiligen Modell und Antrieb ab.

Ausstattungslinie und Ausstattungsumfang

Auch innerhalb derselben Modellreihe kann der Preis je nach Ausstattungslinie und gewählten Optionen deutlich variieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Fahrerassistenz: Servolenkung, Rückfahrkamera und weitere Systeme
  • Komfort: großer Kofferraum, Sitzheizung, Klimaanlage, Audiosystem oder Touchscreen mit Android Auto und Apple CarPlay
  • Design: Personalisierungspakete, Heckklappenpaket, Colorline und Leichtmetallfelgen

Diese Ausstattungen wirken sich sowohl bei Diesel- als auch bei Elektro-Mopedautos auf den Anschaffungspreis aus.

Antrieb und Batteriekapazität

Bei einem Mopedauto mit Verbrennungsmotor kann der Preis je nach Motorisierung variieren. Moderne Dieselmotoren wie der Ligier REVO D+ sind auf ein ausgewogenes Verhältnis von Drehmoment, Verbrauch, Fahrkomfort und Reichweite ausgelegt.

Bei einem elektrischen Mopedauto wird der Anschaffungspreis zu einem wesentlichen Teil von der Batteriekapazität bestimmt. Eine größere Batterie ermöglicht in der Regel eine höhere Reichweite. Die 11-kWh-Hochleistungsbatterie von Ligier bietet beispielsweise eine theoretische Reichweite von bis zu 159 km nach dem WMTC-Prüfzyklus.

Ein vergleichbares elektrisches Mopedauto ist beim Kauf in der Regel teurer als ein Modell mit Verbrennungsmotor. Für eine aussagekräftige Bewertung sollten jedoch zusätzlich die Energie-, Wartungs- und sonstigen laufenden Kosten über die gesamte Nutzungsdauer berücksichtigt werden.

Laufende Kosten: die Vorteile eines elektrischen Mopedautos

Energieverbrauch

Aufgrund ihrer begrenzten Leistung und ihres geringen Gewichts verbrauchen Mopedautos mit Verbrennungsmotor vergleichsweise wenig Kraftstoff. Je nach Modell, Fahrweise und Einsatzbedingungen liegt der Verbrauch häufig bei etwa 3 bis 4 Litern auf 100 Kilometer.

Ein elektrisches Mopedauto benötigt für dieselbe Strecke ungefähr 10 kWh Strom. Die tatsächlichen Ladekosten hängen vom Stromtarif, der Ladequelle und möglichen Ladeverlusten ab. Beim Laden zu Hause sind die Energiekosten pro Kilometer in der Regel deutlich niedriger als bei einem Diesel- oder Benzinmodell. An öffentlichen Ladestationen können andere Tarife gelten.

Wartung

Ein elektrisches Mopedauto ist konstruktiv einfacher als ein Modell mit Verbrennungsmotor. Der Elektromotor besteht aus deutlich weniger beweglichen Teilen und benötigt weder Motorölwechsel noch Kraftstofffilter oder Abgasanlage.

Je nach Fahrzeugtechnik kann zudem die Rekuperation die mechanische Bremsanlage entlasten. Dadurch können bestimmte Verschleiß- und Wartungskosten geringer ausfallen. Die tatsächlichen Einsparungen hängen jedoch vom Modell, der Fahrleistung, dem Fahrstil und den Werkstattpreisen ab.

Versicherung

Die Versicherungsbeiträge für ein Mopedauto werden in Deutschland individuell berechnet. Entscheidend sind unter anderem Fahrzeugmodell, Versicherungsumfang, Alter und Erfahrung des Fahrers sowie der jeweilige Versicherer.

Ein Elektro-Mopedauto ist daher nicht automatisch günstiger versichert als ein Dieselmodell. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und dabei auch den Schutz der Antriebsbatterie zu berücksichtigen.