Skip to content

Kontaktieren Sie uns unter 07264 959510

Welche Wartung benötigt ein elektrisches Mopedauto?

Ein elektrisches Mopedauto kann in der Anschaffung teurer sein als ein vergleichbares Dieselmodell. Dafür können die Energie- und Wartungskosten während der Nutzung niedriger ausfallen.

Auch bei der Wartung bietet der elektrische Antrieb Vorteile: Er besitzt weniger bewegliche und verschleißanfällige Motorkomponenten, benötigt keinen Motorölwechsel und kommt ohne Einspritz- und Abgassystem aus. Regelmäßige Inspektionen bleiben dennoch wichtig, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs langfristig zu erhalten.

Entretien voiture sans permis

Warum kann die Wartung eines Elektrofahrzeugs günstiger sein?

Weniger mechanische Komponenten

Ein elektrisches Mopedauto wie der Ligier Myli oder die JS50 besitzt weniger bewegliche Motorkomponenten als ein vergleichbares Dieselmodell.

Ein Elektromotor benötigt unter anderem keine:

  • Zylinderkopfdichtung,
  • Kolben,
  • Einspritzanlage,
  • Kraftstoffpumpe,
  • Zünd- oder Glühkerzen,
  • Abgasnachbehandlung.

Weniger mechanische Komponenten bedeuten in der Regel weniger Verschleißteile und einen geringeren Wartungsaufwand.

Weniger Betriebs- und Verbrauchsstoffe

Ein elektrischer Antrieb benötigt kein Motoröl für einen Verbrennungsprozess. Daher entfallen der regelmäßige Motorölwechsel sowie der Austausch von Öl- und Kraftstofffiltern.

Auch Auspuffanlage, Dieselpartikelfilter und AdBlue-System sind bei einem Elektro-Mopedauto nicht vorhanden. Diese Komponenten müssen folglich weder kontrolliert noch gewartet oder ersetzt werden.

Andere Betriebsstoffe und technische Komponenten bleiben jedoch erforderlich. Dazu können beispielsweise Bremsflüssigkeit, Kühlmittel für das Thermomanagement und Schmierstoffe für das Untersetzungsgetriebe gehören.

Geringerer Verschleiß der Bremsen

Beim Verzögern kann das regenerative Bremssystem einen Teil der Bewegungsenergie zurückgewinnen und in elektrische Energie umwandeln. Gleichzeitig werden die mechanischen Bremsen entlastet.

Bei einer gleichmäßigen und vorausschauenden Fahrweise können Bremsscheiben und Bremsbeläge dadurch langsamer verschleißen. Sie müssen dennoch regelmäßig kontrolliert werden, da auch Korrosion und Alterung ihre Funktion beeinträchtigen können.

Vereinfachter Antriebsstrang

Ein Diesel-Mopedauto nutzt eine mechanische Kraftübertragung mit Komponenten wie Variator, Antriebsriemen und Kupplungselementen. Diese Bauteile unterliegen einem normalen Verschleiß.

Beim Elektro-Mopedauto erzeugt der Motor seine Drehbewegung durch ein elektromagnetisches Feld. Die Kraft wird über einen vereinfachten Antriebsstrang an die Räder übertragen. Dadurch sind weniger klassische Übertragungskomponenten erforderlich, was den Wartungsaufwand und das Risiko verschleißbedingter Reparaturen reduzieren kann.

Welche Komponenten werden bei einem elektrischen Mopedauto kontrolliert?

Bremsanlage

Auch wenn die mechanischen Bremsen durch die Energierückgewinnung entlastet werden können, bleiben sie ein unverzichtbarer Bestandteil der Fahrzeugsicherheit.

Bei jeder Inspektion sollten unter anderem Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremsflüssigkeit und die allgemeine Funktion der Bremsanlage kontrolliert werden. Auch Korrosion kann bei selten genutzten mechanischen Bremsen eine Rolle spielen.

Reifen

Reifendruck, Profiltiefe, Alter und mögliche Beschädigungen der Reifen müssen regelmäßig geprüft werden.

Elektrische Fahrzeuge führen nicht grundsätzlich zu einem geringeren Reifenverschleiß. Fahrzeuggewicht, unmittelbar verfügbares Drehmoment, Fahrstil und falscher Reifendruck können die Abnutzung beeinflussen. Der Reifendruck sollte deshalb entsprechend den Herstellervorgaben kontrolliert werden.

Innenraumfilter

Ein elektrisches Mopedauto benötigt weder Kraftstoff- noch Motorluftfilter. Je nach Modell kann jedoch ein Innenraumfilter vorhanden sein.

Dieser filtert Staub, Pollen und weitere Partikel aus der einströmenden Außenluft. Ob und wann er ausgetauscht werden muss, richtet sich nach dem Wartungsplan des jeweiligen Fahrzeugs.

Flüssigkeitsstände

Ein elektrisches Mopedauto benötigt kein Motoröl. Dennoch können weitere Betriebsstoffe erforderlich sein, beispielsweise:

  • Bremsflüssigkeit,
  • Kühlmittel für Batterie und Thermomanagement,
  • Scheibenwaschflüssigkeit,
  • Schmiermittel für einzelne Antriebskomponenten.

Das Kühl- und Thermomanagement trägt dazu bei, die Batterie in einem geeigneten Temperaturbereich zu betreiben und ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Elektrische Systeme und Ladesystem

Bei der Inspektion werden die elektrischen und elektronischen Komponenten sowie das Ladesystem kontrolliert. Dazu gehören je nach Modell:

  • Ladeanschluss und Ladekabel,
  • Antriebs- und 12-Volt-Batterie,
  • Hochvoltsystem,
  • Leistungselektronik,
  • Kontroll- und Warnanzeigen,
  • gespeicherte Fehlermeldungen.

Diese Prüfungen dürfen nur von entsprechend qualifizierten Fachkräften mit geeigneten Diagnosegeräten durchgeführt werden.

Leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L6e unterliegen in Deutschland grundsätzlich nicht der regelmäßigen Hauptuntersuchung. Die technische Kontrolle im Rahmen der Herstellervorgaben bleibt dennoch wichtig, damit das Fahrzeug verkehrssicher und zuverlässig ist.

Und die Antriebsbatterie?

Die Antriebsbatterie ist die zentrale Komponente eines elektrischen Mopedautos. Sie benötigt normalerweise keine klassische Wartung wie ein Verbrennungsmotor, sollte aber regelmäßig von einer elektrisch qualifizierten Fachkraft überprüft werden.

Eine pauschale Lebensdauer von zehn Jahren lässt sich nicht garantieren. Ihr Zustand hängt unter anderem von Nutzung, Ladeverhalten, Temperaturen, Laufleistung und Standzeiten ab. Ein Austausch ist erst erforderlich, wenn eine technische Diagnose einen Defekt oder eine nicht mehr ausreichende nutzbare Kapazität feststellt.

Fahrer können dazu beitragen, die Batterie zu schonen:

  • vollständige Entladungen möglichst vermeiden,
  • das Fahrzeug regelmäßig laden,
  • bei längeren Standzeiten die Hinweise der Bedienungsanleitung beachten,
  • extreme Temperaturen nach Möglichkeit vermeiden,
  • geeignete und geprüfte Ladelösungen verwenden.

Wenn es mit dem täglichen Bedarf vereinbar ist, kann ein Ladezustand von ungefähr 20 bis 80 % die Batterie im Alltag schonen. Vor längeren Fahrten darf sie selbstverständlich entsprechend den Herstellerangaben vollständig geladen werden.

Was kostet die Wartung eines elektrischen Mopedautos?

Die Wartungsintervalle eines elektrischen Mopedautos sind im Wartungsheft des jeweiligen Modells festgelegt. Aufgrund des einfacheren Antriebs können sie länger ausfallen als bei einem Dieselmodell und – abhängig vom Fahrzeug – etwa 10.000 bis 15.000 km betragen. Zusätzlich sind die vom Hersteller vorgegebenen zeitlichen Intervalle einzuhalten, auch wenn nur wenige Kilometer gefahren werden. Eine pauschale Wartung lediglich alle zwei Jahre ist daher nicht für jedes Modell empfehlenswert.

Laut einer Untersuchung des französischen Mobilitätsverbands Mobilité Club France können die Wartungskosten eines Elektrofahrzeugs rund 20 bis 35 % niedriger sein als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Die tatsächliche Ersparnis in Deutschland hängt jedoch vom Fahrzeugmodell, von der Fahrleistung, den erforderlichen Verschleißteilen und den Preisen des jeweiligen Servicebetriebs ab. Der geringere Wartungsaufwand zählt damit zu den zahlreichen Vorteilen eines elektrischen Mopedautos.