Welche Förderungen gibt es für den Kauf eines elektrischen Mopedautos?
Der Markt für Elektrofahrzeuge wächst
Ein lokal emissionsfreies Fahrzeug
Ein Elektrofahrzeug unterscheidet sich von einem Modell mit Verbrennungsmotor durch die Energiequelle seines Antriebs: Strom, der in einer Batterie gespeichert wird.
Weder Benzin noch Diesel werden benötigt. Während der Fahrt entstehen daher am Fahrzeug keine lokalen Abgas- oder CO₂-Emissionen. Ein Elektrofahrzeug besitzt entsprechend auch keine Auspuffanlage.
Für eine vollständige Umweltbilanz müssen jedoch zusätzlich Batterieproduktion, verwendeter Strommix, Transport, Lebensdauer und Recycling berücksichtigt werden. Mit den Modellen Myli und JS50 bietet Ligier elektrische Mopedautos an, die eine besonders leise und lokal emissionsfreie Mobilität ermöglichen.
Ein günstiger regulatorischer Kontext
Die Europäische Union hat für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab 2035 ein Ziel zur Reduzierung der CO₂-Emissionen um 100 % beschlossen. Dies bedeutet jedoch weder ein allgemeines Verbot bereits zugelassener Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor noch gilt die Regelung unmittelbar für Mopedautos der Klasse L6e, die eigenen europäischen Vorschriften unterliegen.
Auch die deutschen Umwelt- und Zufahrtsregelungen unterscheiden sich von den französischen ZFE. Ob ein Fahrzeug eine Umweltzone oder einen bestimmten Innenstadtbereich befahren darf, richtet sich nach den örtlichen Vorschriften. Ein elektrisches L6e-Mopedauto besitzt daher nicht automatisch dieselben Privilegien wie ein Pkw mit E-Kennzeichen.
Diese Entwicklungen fördern dennoch den allgemeinen Übergang zur Elektromobilität. Steigende Reichweiten, eine größere Modellvielfalt und der Ausbau der Ladeinfrastruktur machen Elektrofahrzeuge für immer mehr Fahrer interessant.
Elektrofahrzeuge sind in der Anschaffung teurer
Elektrofahrzeuge können in der Anschaffung durchschnittlich etwa 20 bis 30 % mehr kosten als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Der Hauptgrund dafür ist der Preis der Antriebsbatterie.
Weitere Faktoren sind geringere Produktionsmengen und eine kleinere Auswahl an Einstiegsmodellen. Über die gesamte Nutzungsdauer kann sich der höhere Kaufpreis jedoch relativieren, insbesondere durch niedrigere Energiekosten beim Laden zu Hause und einen geringeren Wartungsaufwand.
Elektrische Mopedautos: ein relevantes Marktsegment
Auf dem wachsenden Markt für Mopedautos erfüllt der elektrische Antrieb die Erwartungen vieler Fahrer.
Der geringe Geräuschpegel eines elektrischen Mopedautos erhöht den Fahrkomfort gegenüber einem Dieselmodell. Hinzu kommen der vibrationsarme Betrieb und das unmittelbar verfügbare Drehmoment, das für ein gleichmäßiges und reaktionsschnelles Anfahren sorgt – trotz der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.
Die lokal emissionsfreie Fahrweise ist insbesondere für junge Fahrer ein wichtiges Argument. In Deutschland dürfen leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L6e bereits ab 15 Jahren mit dem Führerschein AM gefahren werden.
Förderungen für den Kauf eines elektrischen Mopedautos
Keine CEE-Prämie in Deutschland
Die französische CEE-Prämie gilt nicht in Deutschland. Das seit 2026 verfügbare deutsche Förderprogramm für Elektrofahrzeuge unterstützt beim Kauf oder Leasing ausschließlich erstmals zugelassene Neufahrzeuge der EU-Fahrzeugklasse M1.
Elektrische Mopedautos der Klasse L6e und schwere Quadricycles der Klasse L7e sind zum Programmstart nicht förderfähig. Eine allgemeine bundesweite Kaufprämie für elektrische Mopedautos besteht daher derzeit nicht.
Die französischen Förderbeträge von 250 Euro für L6e- und 475 Euro für L7e-Fahrzeuge können deshalb nicht für den deutschen Markt übernommen werden.
Regionale oder zeitlich begrenzte Förderangebote von Bundesländern, Kommunen oder Energieversorgern können dennoch verfügbar sein.
Finanzierung für Haushalte mit geringerem Einkommen
Ein staatlich garantiertes Mikrodarlehen für emissionsarme Fahrzeuge nach französischem Vorbild gibt es in Deutschland derzeit nicht.
Abhängig von der persönlichen Situation kommen andere Finanzierungsmöglichkeiten infrage:
- klassischer Ratenkredit,
- Finanzierung über einen Ligier Fachhändler,
- Leasing, sofern für das gewünschte Modell verfügbar,
- mögliche regionale Unterstützungsprogramme.
Vor Vertragsabschluss sollten insbesondere Zinssatz, Laufzeit, Monatsrate und Gesamtbetrag verglichen werden. Ihr Ligier Fachhändler berät Sie zu den verfügbaren Finanzierungslösungen.
Förderungen für Lademöglichkeiten zu Hause
Auch die französischen Programme MaPrimeRénov’ und ADVENIR gelten nicht in Deutschland. Eine allgemeine bundesweite Förderung für die Installation einer einzelnen privaten Wallbox besteht derzeit nicht.
Das frühere KfW-Programm 442 „Solarstrom für Elektroautos“ ist ausgelaufen und kann nicht mehr neu beantragt werden.
Für Mehrparteienhäuser wurde 2026 jedoch ein neues Förderprogramm eingeführt. Je nach Art der Installation können pro elektrifiziertem Stellplatz maximal folgende Zuschüsse gewährt werden:
- 1.300 Euro ohne installierte Wallbox,
- 1.500 Euro mit Wallbox,
- 2.000 Euro mit bidirektionalem Ladepunkt.
Voraussetzung ist unter anderem, dass mindestens sechs Stellplätze elektrifiziert und wenigstens 20 % der vorhandenen Stellplätze für Ladeinfrastruktur vorverkabelt werden.
Zusätzlich können einzelne Bundesländer, Kommunen, Stadtwerke oder Energieversorger eigene Programme für private Ladeinfrastruktur anbieten. Die Verfügbarkeit und Voraussetzungen sollten vor der Installation geprüft werden.

